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München, Bochum, 09.12.2019

Auszeichnung für Geschlechter-Gleichstellung

"Gender Award – Kommune mit Zukunft 2019": München auf Platz 1, Bochum auf Platz 2

Drei Städte haben den "Gender Award - Kommune mit Zukunft
2019" für ihre kommunale Geschlechter-Gleichstellungsarbeit erhalten. Aus den Reihen der unmittelbaren Mitgliedsstädte des Deutschen Städtetages erreichte München Platz 1, Bochum kam auf Platz 2. Die Auszeichnungen wurden in Anwesenheit von Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey vergeben.

Auszüge aus den Jury-Begründungen:


Platz 1 München

Die Stadt hat es geschafft, eine hervorragende Struktur für Gleichstellungsarbeit aufzubauen, so die einhellige Meinung der Jury. Die Bewerbung macht deutlich, dass München schon vor vielen Jahren entschieden hat, Gleichstellung als Querschnittsthema zu fördern und dafür auch Geld in die Hand zu nehmen. München hat durch seine Bewerbung ein Bild seiner Gleichstellungsarbeit entworfen, anhand dessen man konkret merkt, wie die einzelnen Themen der Gleichstellungsarbeit in der Verwaltung strukturell verankert sind und wie durchdacht ihre Arbeit aufeinander aufbaut.

Auch beim Thema Frauen in Führungspositionen steht München mit insgesamt 48,8 Prozent und einem Frauenanteil im höheren Dienst, mit knapp 40 Prozent gut da. Der Anteil der Politikerinnen im Kommunalparlament liegt bei 45 Prozent. Das ist im bundesweiten Vergleich ein hoher Prozentsatz.

  • Beispiel politische Repräsentanz:

Der Stadtrat hat 2018 eine freiwillige Selbstverpflichtung für eine Geschlechterquote bei der Besetzung von Gremien mit Stadtratsmitgliedern beschlossen. Das gilt für den Aufsichtsrat der Stadtwerke genauso wie für die Kommission für Stadtgestaltung und die Hauptversammlung des Deutschen Städtetags.
Mit einem Monitoring wird der Stand der Gleichstellung u. a. in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Arbeit und Kultur analysiert, Lücken aufgedeckt, um daran zu arbeiten.
Praktische Aktionen deuten auf eine große Akzeptanz der Gleichstellungsarbeit.

  • Beispiel Werbeverbot:

Verbot sexistischer Werbung auf allen städtischen Werbeanlagen. Ab 2020 soll es per App möglich sein, Beschwerden einzureichen.

 

Platz 2 Bochum

Auch die Stadt Bochum hat in Sachen Gerechtigkeit zwischen Frauen und Männern viel zu bieten, befand die Jury. So verankert sie gleichstellungspolitische Themen in der "Bochum Strategie 2030" und führt damit das Gender Mainstreaming auf beeindruckende Weise weiter. Gleichstellungsarbeit ist in Bochum in den Prozess strategischer Organisations- und Führungskräfteentwicklung eingebunden.

  • Beispiel Gleichstellungsarbeit:

die Gleichstellungsbeauftragte ist Teil des "Change-Teams", das grundlegende Veränderungen zum Beispiel durch Digitalisierung begleitet. Bochum nimmt in diesem Feld die Auswirkungen auf die Gleichstellung von Frauen und Männern in den Blick und gestaltet den Prozess aktiv mit.

Der Frauenbeirat erarbeitet u. a. Empfehlungen und Stellungnahmen zu geschlechterrelevanten Fragen, berät u. a. Ausschüsse und den Oberbürgermeister. Die vom Rat bestellten 11 Fachfrauen kommen aus bedeutenden gesellschaftlichen Bereichen. Der Jury hat besonders gefallen, dass der Frauenbeirat externe Expertisen in Auftrag gibt, um seine Arbeit evaluieren zu lassen.

  • Beispiel Kinderbetreuung:

Bochum bietet seinen alleinerziehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Eltern- Kind Büros und ein mobiles Kinderzimmer. Im Notfall dürfen die Kinder mit zur Arbeit gebracht werden. Junge Väter werden außerdem motiviert, Familienaufgaben zu übernehmen.
Der Anteil der Politikerinnen im Kommunalparlament beträgt 32 Prozent. Der Anteil der weiblichen Führungskräfte liegt bei 40 Prozent, davon 13 Prozent im höheren Dienst.
 

Platz 3 Stadt Brühl

Die Stadt Brühl hat die Jury dadurch überzeugt, dass sie mit relativ geringen Ressourcen ein Maximum an Gleichstellungspolitik umsetzt. Als strategisches Element bietet sie Fortbildungen für weibliche Beschäftigte an.


Hintergrund zum Wettbewerb

Ausgelobt wird der "Gender Award – Kommune mit Zukunft" alle zwei Jahre von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen in Deutschland. Sie vertritt 1900 kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte in Deutschland.

Weitere Informationen

(Quelle: www.frauenbeauftrage.org)

Schwerpunkte

  • Verkehr, nachhaltige Mobilität und Luftreinhaltung Mehr
  • Wohnungsmangel und Wohnungsbau Mehr
  • Kommunale Finanzlage und Grundsteuer Mehr
  • Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern Mehr

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