Access-Keys:

A A A

20.12.2019

Integration durch Spracherwerb und lebendige Nachbarschaft

Magdeburg

Seit April 2015 arbeitet der Blickwechsel e.V. im Magdeburger Stadtteil Neu-Olvenstedt hauptsächlich ehrenamtlich mit Geflüchteten zusammen. Mit dem durch das Land Sachsen-Anhalt und die Landeshauptstadt Magdeburg geförderten Projekt "Integration durch Spracherwerb und lebendige Nachbarschaft"wird dieser Ansatz qualitativ erweitert und fortgesetzt.

Das Projekt richtet sich als sichtbares, stadtteil- und gemeinwesenorientiertes Angebot hauptsächlich an Geflüchtete, die langfristig im Stadtteil wohnen (möchten), an unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus der Wohngruppe im Stadtteil sowie alle Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Neu-Olvenstedt. Der Verein möchte Berührungsängste und Vorurteile abbauen, Räume der Begegnung schaffen, nachhaltige Integration ermöglichen, Hilfe zur Selbsthilfe leisten und Empowerment für Geflüchtete, Akteure und Anwohnerinnen und Anwohner gestalten.

Das Projekt beinhaltet zum einen Angebote zum Deutschlernen für unterschiedliche Niveaustufen, Kinder der 1. Klasse, für Mütter mit Kinderbetreuung und Teilnehmende an Integrationskursen mit Nachhilfebedarf. Eine zweite Säule des Projekts bilden Hilfen bei der sozialen und räumlichen Orientierung. Dies umfasst zum Beispiel Behördengänge, Begleitung zu Arztbesuchen, Unterstützung bei der Wohnungssuche, Vermittlung von Materialspenden, Unterstützung bei der Arbeits-, Ausbildungs- und Praktikumssuche, Informationsabende und den Verweis an Beratungsstellen und Hilfsangebote.

Besonders wirkungsvoll sind neben diesen vielfältigen Einzelkontakten und Hilfsangeboten begeg-nungsfördernde Maßnahmen wie gemeinsame Grillfeste, Film- und Spieleabende, Ausflüge, Patenschaften, sportliche und kreative Angebote für Kinder und Jugendliche sowie vor allem das regelmäßig stattfindende Sprachcafé.

Die meisten dieser Angebote erfolgen in Kooperation mit Akteuren, Initiativen und Trägern vor Ort. Ehrenamtliche und Geflüchtete unterstützt der Verein in ihrem Engagement und bei Projekten. Eine unkomplizierte und direkte Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit findet fortlaufend statt, sowohl bei den neu hinzugezogenen Menschen als auch den "alteingesessenen" Bewohnern des Stadtteils, vieles davon in 1:1-Gesprächen und fortlaufender Beziehungsarbeit. Ermöglicht werden sollen integrative Begegnungen durch niedrigschwellige Angebote, die ein Zusammenkommen über ähnliche Interessen begünstigen, unabhängig von Muttersprache, Kultur und Religion.

Bei der Kontaktaufnahme zu den Geflüchteten lernen die Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter auch ihr direktes und weiteres Umfeld kennen. So ergibt sich insbesondere bei den Familien auch der Kontakt zu Schulen, Lehrkräften, Sozialpädagogen, Erziehern etc., zu Geschwisterkindern, die noch nicht oder nicht mehr zur Schule gehen und ein individuelles Angebot benötigen oder auch zu älteren Familienmitgliedern, die bisher kaum berücksichtigt werden konnten.

Dem Verein ist es wichtig, nach dem Prinzip der Multiplikation zu arbeiten, das heißt für kurz- und langfristige Zusammenarbeit neue Ehrenamtliche zu gewinnen und in die Weiterentwicklung mit einzubeziehen. So soll es ermöglicht werden, eine große Anzahl an Geflüchteten zu erreichen und auch langfristig Beziehungen zwischen den Kulturen entstehen zu lassen und Integration zu fördern. Migrantinnen und Migranten sind selbst als Ehrenamtliche, Übersetzer oder Integrationslotsen tätig und unterstützen andere Personen aus ihrem Herkunftsland.

Bei der Umsetzung des Projekts soll nicht nur etwas für Geflüchtete getan werden, sondern mit ihnen, um ihre eigenen Kompetenzen zu erkennen und zu fördern. In allen konkreten Ansätzen soll die Beteiligung der Geflüchteten von Anfang an erfolgen. Die Begegnungen sollen auf Augenhöhe geschehen, jeder kann sich mit seinem Wissen und seinen Wünschen einbringen. Ziel ist es, dass die Projektbeteiligten feststellen, dass sie voneinander profitieren können und die Chancen interkultureller Begegnungen positiv erleben.

Weitere Informationen über die Arbeit des Vereins Blickwechsel und zum Projekt "Integration durch Spracherwerb und lebendige Nachbarschaft" lesen Sie hier.

Schwerpunkte

  • Verkehr, nachhaltige Mobilität und Luftreinhaltung Mehr
  • Wohnungsmangel und Wohnungsbau Mehr
  • Kommunale Finanzlage und Grundsteuer Mehr
  • Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern Mehr

Aachen Aalen Amberg Annaberg-Buchholz Ansbach Aschaffenburg Auerbach/Vogtland Augsburg Bad Kreuznach Bad Reichenhall Baden-Baden Bamberg Baunatal Bautzen Bayreuth Berlin Biberach an der Riß Bielefeld Bocholt Bochum Bonn Bottrop Brandenburg an der Havel Braunschweig Bremen Bremerhaven Castrop-Rauxel Celle Chemnitz Coburg Cottbus Darmstadt Delitzsch Delmenhorst Dessau-Roßlau Dortmund Dresden Duisburg Düren Düsseldorf Eberswalde Eisenach Eisenhüttenstadt Emden Erfurt Erkner Erlangen Essen Esslingen am Neckar Falkensee Flensburg Forst (Lausitz) Frankenthal (Pfalz) Frankfurt (Oder) Frankfurt am Main Freiberg Freiburg im Breisgau Friedrichshafen Fulda Fürth Gelsenkirchen Gera Gießen Gladbeck Glauchau Goslar Gotha Greifswald Gräfelfing Göttingen Gütersloh Hagen Halberstadt Halle (Saale) Hamburg Hameln Hamm Hanau Hannover Heidelberg Heidenheim an der Brenz Heilbronn Hennigsdorf Herford Herne Hildesheim Hof Hoyerswerda Ingolstadt Iserlohn Jena Kaiserslautern Kamenz Karlsruhe Kassel Kaufbeuren Kempten (Allgäu) Kiel Koblenz Konstanz Krefeld Köln Landau in der Pfalz Landsberg am Lech Landshut Leipzig Leverkusen Limbach-Oberfrohna Lindau (Bodensee) Ludwigsburg Ludwigshafen am Rhein Lörrach Lübeck Lüneburg Magdeburg Mainz Mannheim Marburg Memmingen Mönchengladbach Mühlhausen/Thüringen Mülheim an der Ruhr München Münster Neu-Ulm Neubrandenburg Neuenhagen bei Berlin Neumünster Neuruppin Neuss Neustadt am Rübenberge Neustadt an der Weinstraße Neustadt bei Coburg Neuwied Nordhausen Nürnberg Nürtingen Oberhausen Offenbach am Main Offenburg Oldenburg Oranienburg Osnabrück Passau Pforzheim Pirmasens Pirna Plauen Potsdam Quedlinburg Recklinghausen Regensburg Remscheid Reutlingen Riesa Rosenheim Rostock Saarbrücken Salzgitter Sassnitz Schwabach Schwedt/Oder Schweinfurt Schwerin Schwäbisch Gmünd Siegen Sindelfingen Solingen Speyer Stendal Straubing Stuttgart Suhl Taucha Teltow Teterow Trier Tübingen Ulm Velten Viersen Villingen-Schwenningen Weiden in der Oberpfalz Weimar Wiesbaden Wilhelmshaven Wismar Witten Wittenberg Wolfsburg Wolgast Worms Wuppertal Würzburg Zweibrücken Zwickau