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08.11.2016

"Stuttgarter Weg": Dezentrale Unterbringung und intensive Betreuung von Flüchtlingen

Stuttgart

Um die humanitäre und bestmögliche Versorgung von geflüchteten Menschen zu gewährleisten, wurden nach dem Unterbringungskonzept der "Stuttgarter Weg" der Flüchtlingsarbeit modellhafte Kriterien zur Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge festgelegt.

Ziele des "Stuttgarter Weges":

  • Förderung und Unterstützung des Ankommensprozesses der Flüchtlinge und ihre Integration und Teilhabe in die Bürgergesellschaft in allen Stadtbezirken.

  • Sensibilisierung der Bürgergesellschaft für die Aufnahme und Notwendigkeit einer humanitären und bestmöglichen Versorgung von Flüchtlingen.

  • Stärkung des Verständnisses für den Zuwachs der Flüchtlingszahlen in der Bevölkerung.

  • Stärkung der Akzeptanz und Respekts für Flüchtlinge und damit Stärkung der gelebten Willkommens- und Anerkennungskultur in der Stadt Stuttgart.


Umsetzung:


Der "Stuttgarter Weg" besteht aus vier Säulen:

  1.  Die dezentrale Unterbringung der Menschen in Wohnheimen und Wohnungen mit einer adäquaten Betriebsgröße von maximal 250 Plätzen pro Unterkunft in möglichst allen Stadtbezirken.

  2.  Die adäquate Betreuung der Flüchtlinge und pädagogische Hausleitung aus "einer Hand" nach dem Subsidiaritätsprinzip durch freie Träger der Wohlfahrtspflege.

  3.  Der Aufbau und die Unterstützung des Ehrenamts (Gründung von Flüchtlingsfreundeskreisen).

  4.  Die Berücksichtigung der besonderen Belange unterschiedlicher Zielgruppen.

Der "Stuttgarter Weg" steht für eine stadtweite dezentrale Unterbringung der geflüchteten Menschen. Es steht für die Verantwortung der Bürgergesellschaft für die freundliche Aufnahme und Notwendigkeit einer humanitären und bestmöglichen Versorgung. Es steht für Haltung und die Stärkung der gelebten Willkommens- und Anerkennungskultur in der Landeshauptstadt Stuttgart.

Freundeskreise für Flüchtlinge

Das sind Gruppen von ehrenamtlichen Bürgern, die regional begrenzt, die Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte begleiten. Derzeit engagieren sich über 3000 ehrenamt-liche Bürgerinnen und Bürger

  • in mittlerweile 40 Flüchtlingsfreundeskreisen in allen Stadtbezirken,

  • um den Ankommensprozess der Flüchtlinge zu begleiten und deren Integration und Teilhabe in die Stadtgesellschaft zu unterstützen.

  • Die Freundeskreise sind ein wichtiges Brückenglied zum Wohnumfeld der Flüchtlingswohnheime und leisten einen wichtigen Beitrag zur Willkommenskultur der Stadt Stuttgart.

  • Zur Unterstützung der Arbeit der Ehrenamtlichen hat die Stadt mit Unterstützung der Bürgerstiftung eine Koordinierungsstelle zur Begleitung und Qualifizierung der Freundeskreise eingerichtet.

Erfolge

  • Trotz der aktuellen hohen Flüchtlingszahlen kann die Stadt die dezentrale Unterbringung aufrechterhalten, Ausnahme nur bei Interimslösungen.

  • Durch die professionelle Öffentlichkeitsarbeit schafft es die Stadt, die Erfolge des Stuttgarter Weges und damit auch der Flüchtlingsintegrationsarbeit regelmäßig in Presse und Rundfunk zu präsentieren. Der jährliche Flüchtlingsbericht wird in den verschiedenen Gremien vorgestellt.

  • Der Stuttgarter Weg wurde durch die stadtweite Plakatkampagne unter dem Motto "Wir für Flüchtlinge" unterstützt: City-Light-Poster, auf denen ehrenamtliche Flüchtlingshelfer zu sehen sind und Postkarten mit Willkommensbotschaften wurden stadtweit verteilt.

  • Durch eine Spende der Fa. Daimler konnte ein Fördertopf für Kleinprojekte auf Stadtteilebene für Flüchtlinge eingerichtet werden.

  • Flächendeckender Ausbau der städtischen Deutsch- und „Mama lernt"-Deutschkurse für Flüchtlinge. Darüber hinaus sind viele Angebote im Sport- und Kulturbereich für Flüchtlinge entwickelt worden u.a.: "Urban Gardening Projekt", Stuttgarter Asylcup (Fußballturnier) und die Initiative "Stuttgarter Weg zur Flüchtlingskulturarbeit".

  • Zur Stärkung des Stuttgarter Weges wurde neben den bestehenden Gremien zur Flüchtlingsarbeit die Taskforce Integration von Flüchtlingen eingerichtet. Ziel ist, ein abgestimmtes Verfahren der jeweiligen Ämter und Einrichtungen, die mit der Flüchtlingsarbeit betraut sind, zu etablieren und den Austausch zwischen den relevanten Akteuren zu fördern und Doppelmaßnahmen zu verhindern.

Die Arbeitsfelder sind:

  • Sprache und kulturelle Werte
  • Arbeit und Ausbildung
  • Familien, Kinder und Jugendliche
  • Soziale Integration & Quartier
  • Gesundheitliche Versorgung
  • Kommunikation


Weitere Informationen

"Stuttgarter Weg"

Schwerpunkte

  • Verkehr, nachhaltige Mobilität und Luftreinhaltung Mehr
  • Wohnungsmangel und Wohnungsbau Mehr
  • Kommunale Finanzlage und Grundsteuer Mehr
  • Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern Mehr

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